Premix-Ausschanksystem: Funktionsweise, Einsatzbereiche und Alternativen

Ein Premix-Ausschanksystem schenkt trinkfertige Getränke direkt aus dem Behälter aus: Das Getränk wird bereits fertig gemischt angeliefert, in der Anlage gekühlt und über einen Zapfhahn serviert. Premix ist damit die einfachste Form des professionellen Getränkeausschanks – bringt aber auch klare Grenzen bei Lagerung, Logistik und Kosten mit sich. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie das Verfahren funktioniert, für wen es sich eignet und wann ein anderes Ausschankprinzip die wirtschaftlichere Wahl ist.

Was ist Premix?

Der Begriff Premix (lateinisch „prae“ = vor) beschreibt ein Ausschankverfahren, bei dem das Getränk bereits vor der Anlieferung fertig gemischt wurde – in der Regel vom Getränkehersteller selbst. Angeliefert wird das trinkfertige Produkt in Containern oder Fässern, ähnlich wie Fassbier. Die Anlage übernimmt nur noch zwei Aufgaben: kühlen und zapfen. Rezeptur, Süße und Kohlensäuregehalt sind ab Werk festgelegt.

Wie funktioniert eine Premix Anlage?

Der Aufbau einer Premix Anlage ist bewusst einfach gehalten:

  • Getränkebehälter: Das fertige Getränk lagert in Premix-Containern oder Kegs, die an die Zapfanlage angeschlossen werden.
  • CO₂-Druck: Kohlensäure dient als Fördergas und drückt das Getränk durch die Leitung zum Zapfhahn.
  • Kühlung: Ein Durchlauf- oder Begleitkühler bringt das Getränk auf Serviertemperatur.
  • Zapfhahn: Das Getränk wird unverändert ausgeschenkt – so, wie es der Hersteller abgefüllt hat.

Vorteile und Grenzen einer Premix Zapfanlage

Eine Premix Zapfanlage überzeugt vor allem durch ihre Einfachheit – stößt bei wachsendem Ausschankvolumen jedoch schnell an Grenzen:

Vorteile

  • Unkomplizierte Installation: Kein Wasseranschluss für die Getränkezubereitung erforderlich, geringe technische Komplexität.
  • Originalrezeptur: Das Getränk schmeckt exakt so, wie es der Abfüller vorgesehen hat – unabhängig von der lokalen Wasserqualität.
  • Schneller Start: Behälter anschließen, kühlen, zapfen – mehr ist für den Betrieb kaum nötig.

Grenzen

  • Hoher Platz- und Logistikbedarf: Es wird das fertige Getränk transportiert und gelagert – inklusive des Wasseranteils, der über 90 % des Volumens ausmacht.
  • Höhere Kosten pro Liter: Transport, Verpackung und Pfandsysteme schlagen sich im Getränkepreis nieder.
  • Begrenzte Flexibilität: Sortenwechsel bedeutet Behälterwechsel; Mischungsverhältnis und Kohlensäure lassen sich nicht anpassen.
  • Ökobilanz: Mehr Transportvolumen und mehr Verpackungsmaterial bedeuten einen größeren CO₂-Fußabdruck je serviertem Glas.

Premix oder Postmix – welches System passt zu Ihrem Betrieb?

Die Antwort hängt vor allem vom Ausschankvolumen ab. Für sehr kleine Mengen oder temporäre Einsätze kann Premix ausreichen. Sobald jedoch regelmäßig größere Mengen an Säften, Softdrinks oder Limonaden serviert werden – etwa am Frühstücksbuffet, an der Poolbar oder im Bankettbereich –, ist ein Postmix-Ausschanksystem in der Regel die wirtschaftlichere und nachhaltigere Wahl: Statt trinkfertiger Getränke wird nur ein kompaktes Konzentrat gelagert, das erst beim Zapfen mit frischem, gekühltem Wasser gemischt wird.

Die moderne Alternative: Konzentratbasierter Ausschank von Nektar Natura

Nektar Natura hat sich auf konzentratbasierte Ausschanklösungen spezialisiert – vom hochwertigen Getränkesortimentmit Säften, Limonaden und funktionalen Getränken bis zu Ausschanksystemen für Buffet, Bar und Selbstbedienung. Systeme wie die Console für den Thekeneinbau kombinieren die Einfachheit klassischer Zapfanlagen mit den Effizienzvorteilen des Konzentratprinzips: weniger Lagerfläche, geringere Kosten pro Glas und konstante Qualität bei jedem Ausschank. Installation, Wartung und Schulung übernimmt unser Team im Rahmen von Dienstleistungen und Support – Sie erhalten eine Komplettlösung aus einer Hand.

Häufig gestellte Fragen zum Premix-System

Was bedeutet Premix?
Premix steht für ein Ausschankverfahren, bei dem trinkfertig gemischte Getränke in Behältern angeliefert und in der Anlage lediglich gekühlt und gezapft werden.
Beim Premix-Verfahren wird das fertige Getränk gelagert und ausgeschenkt. Beim Postmix-Verfahren wird ein Konzentrat gelagert und erst beim Zapfen mit Wasser gemischt – das reduziert Lagerbedarf, Transportvolumen und Kosten deutlich.
Vor allem für Betriebe mit geringem Ausschankvolumen oder temporäre Einsätze, bei denen eine besonders einfache Technik im Vordergrund steht. Bei regelmäßigem, höherem Bedarf sind konzentratbasierte Systeme meist wirtschaftlicher.
Ja. Der Umstieg ist unkompliziert: Moderne Ausschanksysteme werden von der Planung über die Installation bis zur laufenden Wartung schlüsselfertig bereitgestellt und an Ihr bestehendes Getränkekonzept angepasst.

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